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Viele Grüße,
tupamados!
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Tradition gegen den modernen Fußball. Dortmund gegen Hoffenheim. Nachdem wir letzte Saison noch das Spiel in Mannheim schauen konnten, ging es nun für uns nach Sinnsheim. Kurz nach 9h in der Frühe ging es für unseren Doppeldecker los in Richtung Hoffenheim, die Fahrt verging auch mal wieder im Flug. Manche schütteln den Kopf, wenn man mal kurz über 650km am Tag nur durch Deutschland fährt, für andere ist das schon fast um die Ecke. Irgendwann gegen ungefähr halb 2 erreichte man dann das Stadion und es war so, wie man es sich vorgestellt hat: Langweilig und steril. Direkt an der Autobahn gebaut, nichts drumherum, sehr austauschbar von außen und hätte im Grunde auch eine große Sporthalle sein können. Na ja, kurz noch die anderen vor Ort begrüßt und ins Stadion. Sah aus wie viele andere Arenen, kann man nicht viel schreiben.
Wir hatten zwar Karten für den oberen Teil des Blocks, dort war es allerdings schon sehr voll, also kurzerhand den Sitzplatzblock umfunktioniert. Die Ordner schienen eher desinteressiert, Polizei war – muss man ja auch mal lobend erwähnen – praktisch nicht vor Ort.
Die Liedauswahl im Vorprogramm war einfach nur schrecklich, man hatte das Gefühl, man wäre in einer schlechten Dorfdisco. Passend dazu: Die Fahnenträger (wie bei uns zu Hause halt) von Hoffenheim waren auf den Platz, schwenkten aber nicht. Auf dem Spielfeld waren nur zwei Personen, die einen RIP Banner für – vermute ich mal – einen toten Fan gehalten haben. Die Stadionregie hatte bei der Liedauswahl mitgedacht und spielte Samba de Janerio. Hm puh. Auf unsere Seite wurde die Zeit bis Anpfiff schnell versungen, BVB und Anti-Hopp Lieder hielten sich eigentlich ganz gut die Waage.
Passend zum Anpiff dann verließen die naja, ich sag mal motivierten Fans, ULTRAS wäre an dieser Stelle sehr ironisch ihren Block für 20 Minuten, stattdessen hing nur ein Plakat, irgendwie „Die Krakeler in schwarz verlassen jetzt ihren Platz“. (Oder so in der Art.) Die freigewordenen Plätze wurden aber schnell von anderen besetzt, spricht für sich. Nach rund 20 Minuten kamen sie dann wieder, zeigten bei sich im Bereich auch etwas Bewegung, waren aber praktisch nicht zu hören. Der Wechselgesang von ihnen war dann etwas lauter, etwas blöd nur, dass der Dortmunder Block sich direkt mit beteiligte und ein sehr lautes Hurensöhne erklingen ließ.
Auf unserer Seite war der Support in HZ 1 sehr stark, der komplette Block zog praktisch bei jedem gesungenen Lied mit, egal ob pro BVB oder Anti Hopp. Sehr schön, man steht mit seiner Meinung nicht alleine da! In Halbzeit 2 ist es nach dem 1:1 etwas abgeflaut, mit der Sturm und Drang Phase wurde es dann aber wieder sehr laut. Ab der 80. Minute gab es dann praktisch keine stille Minute mehr, unser geliebter Verein wurde teils brachial laut nach vorne gesungen, als dann so zur 83. Minute die ersten „Fans“ gingen wurden sie mit einem „Ihr habt gezahlt ihr könnt jetzt gehn“ verabschiedet. Manche haben sogar gewunken. Sinnlos.
Auf unserer Seite gab es noch Spruchbänder, unter anderem „Hopp fahr zur Hölle“, ist ja eh durch die Medien gegangen. Vielleicht sollten diese sich mal Gedanken machen, warum Hopp und die TSG Woche für Woche diesen Anfeindungen ausgesetzt ist und nicht nur die Fans verurteilen.
Das Spiel selbst war gut, der BVB stand gut, spielte nach dem 1:1 sehr stark auf und ließ sich nicht zudrückdrängen. Aber ohne arrogant klingen zu wollen, so ein Spiel muss viel höher gewonnen werden, was noch für Chancen vergeben wurden, puh… Aber egal, 2:1 in Hoffenheim gewonnen, hätte kaum jemand im Vorfeld mit gerechnet. Die Rückfahrt verlief dann natürlich auch sehr gut, einziges Manko war, dass kurz nach 21h die Alkoholvorräte verbraucht waren. Amateurhaftes Verhalten des besten Reiseunternehmens im Motorsport. Gegen viertel nach 11 konnte dann auch schon wieder der Bus im wunderschönen Dortmund verlassen werden.
Samstag kommt nun Nürnberg, muss und wird man gewinnen lege ich mich fest.
Dortmund gegen Mainz oder auch: Das Kloppspiel. Der FSV ist ja an sich ein Verein, der etwas polarisiert. Manchen ist er einfach nur egal (wie mir persönlich, ein Verein wie viele andere in der Bundesliga, nicht besonders scheiße, aber auch nicht toll), anderen geht der Gute-Laune-Hype auf die Nerven und wieder ganz andere wollen beim Einlauf der Mainzer sogar Applaus spenden. Muss ja jeder für sich selbst entscheiden.
Vorm Spiel kurz auf ein Bierchen in eine bekannte Dortmunder Fankneipe eingekehrt, irgendwann ging es dann mit einem stark dezimierten Haufen (die Amateure spielten in Osnabrück, dank ICE/Auto konnte man beide Spiele sehen) in Richtung Westfalenstadion. Die Zeit bis Anpfiff verging dann auch mal wieder relativ schnell, im Gegensatz zum Spiel selbst.
Im Grunde muss man garnicht viel schreiben, es war einfach nur schlecht. Keine zwingenden Aktionen und Chancen (Die zwei besten Chancen gab es nach einer Ecke, spricht für sich), unglaublich langsam im Aufbau und bei der Ballbeherrschung, praktisch nur Flanken irgendwo aus dem Halbfeld, mehr Fehlpässe als in einem Kreisligaspiel… Die Liste lässt sich unendlich fortsetzen. Man könnte jetzt argumentieren, dass einige Spieler verletzt waren, andere angeschlagen, manche Spieler mussten in der Woche teils noch WM-Quali spielen, dennoch sollte eine Mannschaft, die nächste Saison international spielen will in der Lage sein, zu Hause gegen einen Aufsteiger (der noch weniger als unser BVB im Spiel nach vorne zeigte) zu gewinnen. Das Spiel ging dann natürlich auch 0:0 aus.
Auf den Rängen war die Stimmung bei uns auch nicht wirklich gut (gemessen an unserem Anspruch), das Spiel war allerdings auch nicht gerade förderlich. Ist irgendwie eine Art Wechselspiel finde ich, läuft es auf dem Feld läuft es auf der Süd und umgekehrt teils auch. Die Mainzer waren mit ungefähr 7000 Fans angereist (Egal ob Aufsteiger und für manche zum ersten Mal Westfalenstadion, schon verdammt gut), allerdings waren sie auch nur selten zu hören.
Ironisch ist ja irgendwie, dass das Spiel um 18:30h ja das Topspiel sein soll, davon sah man allerdings wenig. Samstag geht es nach Hoffenheim, die mal kurz 4:0 in Köln gewonnen haben. Verspricht ja einiges…
(Im Zweifelsfall nach GE, Gruß und Kuss!)